Insolvenz- und Sanierungsrecht

Rechtzeitig eingeleitete Maßnahmen ermöglichen in vielen Fällen eine Unternehmenssanierung, auch ohne gerichtliches Insolvenzverfahren. Wir begleiten und vertreten Unternehmen in außergerichtlichen Sanierungsverfahren ebenso wie in den gerichtlichen Insolvenzverfahren, Sanierungsplanverfahren mit und ohne Eigenverwaltung oder im Konkursverfahren. Die langjährige Erfahrung des gesamten Teams, die Kontakte zu den zuständigen Gerichten und Behörden und die Zusammenarbeit mit den Kreditschutzverbänden und den Spezialisten aus dem Bereich der Wirtschaftsprüfung ermöglichen eine umfassende Beratung und Vertretung von Unternehmen vor oder in der Krise.

Anfechtungsrecht

Das Anfechtungsrecht untergliedert sich im Wesentlichen in jenes außerhalb eines Insolvenzverfahrens und während eines Insolvenzverfahrens, geregelt in der Anfechtungsordnung (AnfO), und innerhalb eines Insolvenzverfahrens, geregelt in der Insolvenzordnung (IO).  Die Anfechtung von Rechtsgeschäften dient im Regelfall dazu, Vermögensdispositionen des Schuldners gegenüber den Gläubigern für unwirksam erklären zu lassen, sodass den Gläubigern ein Zugriff auf das zuvor veräußerte schuldnerische Vermögen ermöglicht wird (Anfechtungsklage). Dies kann aus den Gründen der Benachteiligungsabsicht, der Vermögensverschleuderung, der unentgeltlichen Verfügung, der Begünstigung eines Gläubigers oder wegen Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners betrieben werden. Je nach Sachverhalt ergeben sich komplexe Rechtsfragen etwa nach der Gläubigerstellung oder der Befriedigungstauglichkeit der Anfechtung, deren Lösung wir gerne für Sie übernehmen.

Unternehmenskauf aus der Insolvenz

Unternehmenskaufverträge regeln meist komplexe Sachverhalte und Vorgänge. Unternehmenskäufe innerhalb eines Insolvenzverfahrens unterliegen speziellen rechtlichen Rahmenbedingungen, die den Ausschluss von bestimmten Haftungen für den Erwerber ermöglichen.

Unternehmenssanierung

Das Recht der Unternehmenssanierung gliedert sich grob in solche Schritte und Maßnahmen die außergerichtlich zur Sanierung des Unternehmens führen und in die gerichtlichen Sanierungsmaßnahmen. Bei den außergerichtlichen Maßnahmen handelt es sich meist um den Abschluss eines "stillen Ausgleichs " oder aber um Einzelvereinbarungen mit den Gläubigern. Bei den gerichtlichen Verfahren unterscheiden wir zwischen dem Sanierungsplanverfahren mit Eigenverwaltung, das eine Mindestquote von 30 % zahlbar in zwei Jahren erfordert , dem Sanierungsplanverfahren ohne Eigenverwaltung mit einem Mindesterfordernis von 20 % binnen zwei Jahren und dem Verkauf der Unternehmensassets an eine zu gründende Auffanggesellschaft.

Unternehmensfortführung in der Insolvenz

Gesetzlich ist der Insolvenzverwalter dazu verpflichtet, das Unternehmen fortzuführen, sofern dadurch Gläubiger nicht geschädigt werden. Die Unternehmensfortführung erfordert umfassende fachliche und personelle Ressourcen, insbesondere in betriebswirtschaftlichen, kalkulatorischen, steuerlichen, organisatorischen und juristischen Belangen. Ein jahrelang eingespieltes internes Team und sofort zur Verfügung stehende externe Fachleute ermöglichen uns Unternehmensfortführungen auch in großen Insolvenzen vorzunehmen. Kontaktieren Sie uns hier - wir beraten Sie gerne.